Foto: Evelin Frerk

21. 06.

Kirchliches Arbeits-un-recht und mehr

Vortrag und Diskussion mit Ingrid Matthäus-Maier im Rahmen des Ketzertags in Dortmund

Die Politikerin und Juristin Ingrid Matthäus-Maier engagiert sich als Atheistin und Humanistin seit langem für die Trennung von Staat und Kirche, u.a. war sie maßgeblich an der Formulierung des 1974 entstandenen FDP-Kirchenpapiers "Freie Kirche im Freien Staat" beteiligt und vertritt als Sprecherin die Kampagne "Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz" (GerDiA). Ingrid Matthäus-Maier referiert in ihrer bekannt kurzweiligen Art über Fragwürdigkeit und Verfehlungen der beiden christlichen Kirchen als größte private Arbeitgeber Deutschlands. Deren Arbeitsrecht weicht vom Betriebsverfassungsgesetz ab und kollidiert gleich mit mehreren Grundrechten. Für mehr als 1,2 Millionen Arbeitnehmer*innen kann das fatale Folgen haben.

Zur Referentin:
Ingrid Matthäus-Maier studierte Rechtswissenschaft in Gießen und Münster und war danach bis 1976 als Verwaltungsrichterin in Münster tätig. 1969 trat sie in die F.D.P. ein. 1972 wurde sie Bundesvorsitzende der Jungdemokraten. Nach dem Koalitionswechsel 1982 ("geistig-moralische Wende") trat sie aus der F.D.P aus und in die SPD ein. Sie war Mitglied des Bundestages von 1976 bis 1982 und von 1983 bis 1999, von 1988-99 auch stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bund. Ingrid Matthäus-Maier wurde mit mehreren Rednerpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem CICERO-Rednerpreis (1998). Sie ist Mitglied im Kuratorium der Friedrich-Ebert-Stiftung, engagiert sich seit 2008 als Beiratsmitglied in der Giordano-Bruno-Stiftung und vertritt die gbs, den Internationalen Bund der Konfessionsfreien und Atheisten sowie den Humanistischen Verband NRW im WDR-Rundfunkrat.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des KETZERTAGS DORTMUND 2019 statt, der von der Initiative "Religionsfrei im Revier" in Kooperation mit dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. und der Giordano- Bruno-Stiftung ausgerichtet wird.