Luxemburg mit Werteunterricht

Bekenntnisorientierter Unterricht auf der Kippe

(10.01.2016)

Schätzungsweise ab dem Schulanfang 2017/2018 wird es in Luxemburg einen verbindlichen Werteunterricht geben. Unklar ist noch ob Philosophie als Leitdisziplin des neuen Fachs oder ob ein pluridisziplinärer Ansatz gewählt wird.

Auch wird noch gestritten, ob der katholische Religionsunterricht nur noch als freiwilliges Zusatzangebot weiterhin am Rande des Schulunterrichts abgehalten wird.

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/luxemburg/story/28354793

Der Religionslehrer Claude Pantaleoni sieht wohl seine Pfründe davon schwimmen:

http://www.imprimatur-trier.de/2015/Imprimatur-2015-02_9.pdf

Dabei hat wohl der Bildungsminister kein Problem damit, dass Informationen über Religionen immer noch Inhalt dieses Unterrrichts sind:

In dem geplanten neutralen Unterricht hätten auch die großen Weltreligionen einen Platz und religiöse und nicht-religiöse Weltanschauungen gleichermaßen thematisiert.

Claude Meisch, Bildungsminister von Luxemburg

Die Frage, wie dies in DE möglich wäre kann so beantwortet werden:

»Wichtig dabei: Entgegen anderslautenden Bekundungen mancher ›Staatskirchenrechtler‹ wäre die Abschaffung des religiösen Bekenntnisunterrichts zugunsten eines philosophischen Erkenntnisunterrichts sehr wohl mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar – hierzu müssten die öffentlichen Schulen bloß als ›bekenntnisfreie Schulen‹ (Artikel 7 GG) deklariert werden.«
Stellungnahme der gbs-Stuttgart zum Bildungsplan Ba-Wü