Denkfehler in Alltag und Wissenschaft

Samstag, 5. November 2016 · 19:30 Uhr

(05.11.2016)

Warum machen selbst kluge Leute dumme Fehler? Oft ist die Art und Weise, wie wir Menschen denken, dafür verantwortlich.

Anhand von Beispielen erklärt Dr. Ulrich Frey anschaulich, wie menschliches Denken funktioniert und warum es anfällig ist für Fehler. Er zeigt auch Mittel und Wege, wie man dies rasch entdecken und vielleicht sogar vermeiden kann.

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1999 wurde für 320 Millionen Dollar eine Marssonde (der Mars Climate Orbiter) gebaut - aber leider rechnete das eine Softwaremodul mit dem metrischen, das andere mit dem angloamerikanischen Maßsystem, was dazu führte, dass die Umlaufbahn 170 Kilometer zu niedrig angesetzt war und die Sonde sang- und klanglos verglühte.

Warum machen selbst kluge Menschen immer wieder dumme, eigentlich verblüffend einfach zu durchschauende Fehler? Oftmals sind nicht allein Unachtsamkeit oder die Zeitumstände dafür verantwortlich, sondern ebenso die Art und Weise, wie wir Menschen denken. Anhand von Alltagssituationen sowie vieler Beispiele aus Medizin, Technik und Physik erklärt Ulrich Frey auf anschauliche Weise, wie menschliches Denken funktioniert und warum es generell anfällig ist für Fehler.

Weil wir Menschen Teil der Evolution sind, haben sich über die Jahrmillionen bestimmte Denkvorgänge und -strukturen als die besten erwiesen; in anderen Zusammenhängen, insbesondere angesichts der strengen methodischen Anforderungen von Wissenschaft, versagen sie jedoch. Dennoch gibt es Mittel und Wege, wie man Fehler, die man immer wieder macht, rasch entdecken und vielleicht sogar vermeiden kann.

Zusätzlich werden einige irrationale Aspekte von Religiosität mit solchen Denkfehlern erklärt.

Eintritt: 8 € / 6 € ermäßigt, kostenlos für Mitglieder der säkularen Humanisten Rhein-Neckar

Kostenlose Karten- und Platzreservierung unter: info@gbs-rhein-neckar.de (Die Platzreservierung wird bis 5 Minuten vor Vortragsbeginn aufrechterhalten.)

Über den Vortr​agenden

Ulrich Frey, geboren 1975, hat wie sein erster Doktorvater Gerhard Vollmer in zwei Gebieten promoviert – Philosophie und Biologie. Seine Interessen reichen von Wissenschaftstheorie über Fragen von Kooperation und Evolutionspsychologie bis hin zu Denkfehlern. Über das letzte Thema hat er das bei Beck erschienene Buch "Fallstricke" mit seinem Bruder veröffentlicht, das mittlerweile in der dritten Auflage ist. Er lebt und arbeitet als Wissenschaftler in Stuttgart.


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